Die
Geschichte Maltas ist eine Geschichte von Eroberungen
und Eroberern. Phoenixer, Araber, Aragonesen, die Ritter
des St. John-Ordens und die Briten waren nur einige, die
den Vorteil der guten strategischen Lage Maltas zu Nutzen
wussten, um es als Kontrollpunkt des Mittelmeeres zu gebrauchen.
Man findet immer noch Zeichen dieser Kulturen auf der
Insel: Die phoenixschen Gräber, die über die ganze Insel
verteilt sind, die alte Stadt Mdina und ihre arabische
Vergangenheit, die Hauptstadt Valletta und natürlich
der britische Einfluss: Das Links-Fahren und die typischen
englischen Telefonzellen sind nur einige der Erinnerungen,
die ihre Besetzung der Insel zeigen.
Im Jahre 1090 eroberten die Normanen die Insel für ihr
Königreich Sizilien, das 300 Jahre später vom Spanischen
Königreich von Aragon abgelöst wurde. Im 16. Jahrhundert
wurde die Verteidigung der Insel in die Hände des alten
Ordens der St. John-Klink gelegt. Nachdem sie von Palästina
flohen liessen sie sich schliesslich - nach dem Fall von
Tunesien im Jahre 1574 - auf Malta nieder. Dort blieben
sie mehr als drei Jahrhunderte und wurden "Die Ritter
von Malta" genannt, bis die Franzosen sie im Jahre 1798
vertrieben. Der Wiener Kongress 1815 erkannte Malta schliesslich
den Titel "Sovereign Order of Malta" an und gab den Engländern
die Macht über die Insel.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert kämpften die Malteser
für ihre Unabhängigkeit. Im Jahre 1947 gab London Malta die Autonomie zurück und
verkündete seine Unabhängigkeit am 8. September 1964,
obwohl sich das vereinte Königreich mit einem Abkommen
für die Verteidigungs- und finanzielle Bereitschaft Maltas,
das für zehn Jahre galt, absicherte.
Die National Party (Nationalpartei) übernahm die Regierung
im Mai 1987. Der liberale Premierminister Edward Fenech-Adami
leitete eine Politik der Annäherung an die USA in die
Wege. Die Importe wurden kostenlos, freie Zonen wurden
geschaffen und der Tourismus und ausländische Investitionen
wurden angetrieben. Premierminister Adami wurde im Februar
1992 wieder gewählt, als er behauptete, dass sein Hauptziel
die Integration Maltas in die EU sei. 1993 machte die
demokratische Stabilität und die Anerkennung der Menschenrechte
in Malta die Eingliederung in die Gemeinschaft möglich.
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